Berichte

DM: Gründau

12.06.2011
Mit großen Erwartungen reiste das Rallycross Team von Münnich Motorsport zum 2. Lauf der deutschen Rallycross Meisterschaft ins hessische Gründau. Es galt schließlich das Desaster vom letzten im EM-Lauf in Frankreich wieder wett und die Fahrzeuge zuverlässiger zu machen - René Münnichs Meisterschaftsführung bei den SuperCars zu behaupten.

Aufgrund der technischen Probleme in Frankreich wurde an allen Autos hart gearbeitet.
Nach den Antriebswellenschäden wurde die Vorderachskonstruktion der Super1600 Skodas stark überarbeitet, die Standfestigkeit der Lichtmaschinen verbessert. Insgesamt bieten beide Autos, im speziellen Mandies Fahrzeug, nun eine noch stärkere Performance.

Eigens für den ausgiebigen Test der Weiterentwicklungen wurde ALL-INKL Teammanager und GT1-Pilot Marc Basseng angeheuert um mit seiner Rundstreckenehrfahrung Clemens 1600er Skoda mittels Gaststart bei der Rallycross- und Autocross DM in Gründau ausgiebig zu testen.
Mandie August komplettierte das Team und wollte nach ihrem Missgeschick in Buxtehude in der Super 1600 endlich wieder einmal aufs Podium.

Aber auch am SuperCar Fabia MK2 von René Münnich wurden viele kleine Weiterentwicklungen verbaut, in der Hoffnung die Motorenprobleme der letzten zwei EM-Läufe endgültig in den Griff zu bekommen.
Dies alles bedeutete Nachtschichten für die Mechaniker - Teamchef Münnich immer mittendrin statt nur dabei.

Und die harte Arbeit scheint sich bezahlt zu machen. René Münnich präsentierte sich wie schon beim Saisonauftakt in Buxtehude als unschlagbar. Bestzeit in allen Sessions - Sieg in allen Vorläufen und somit die souveräne Pole Position fürs SuperCar Finale. Auch dort, ein unangetasteter Start-Ziel-Sieg vom ALL-INKL Teamchef und beinah noch viel wichtiger - das Auto hält und ist Sauschnell!! Schade nur das sich Renés Hauptkonkurrenten Jochen Coox (Motorschaden im Training) und Willy Salzgeber (Unfall im Finale) selbst eliminierten.

Auch das ALL-INKL Duo Basseng/August zeigte bei den Super1600 eine klasse Vorstellung.
Marc Basseng kam von Anfang an auf dem in der Szene als „klein Monte Carlo“ bezeichneten Asphalt Ring im Gründauer ADAC Fahrsicherheitszentrum gut zurecht, holte sich sogar die Pole Position in der Super1600.
Dicht gefolgt von Mandie August, die steht’s einen Rang hinter Marc in der Zeitenliste belegte. Nur Rolf Volland, der im Zeittraining pokerte, konnte den beiden ALL-INKL Piloten in den Vorläufen noch das Wasser reichen.

Letztendlich reihte sich Basseng auf der zweiten Startposition hinter Rolf Volland im finalen Grid ein. Mandie August stand auf einem sehr starken dritten Startplatz. Leider musste sie nach der Ampel den vielen Starts ihres MK1 Fabias auf dem sehr griffigen Gründauer Asphalt Tribut zollen. Ihre Kupplung war „aufgeraucht“ – das frühe Aus im Finale und der 5. Rang als Endergebnis. Besser lief es für Basseng, der sich im Finale einzig und allein dem 12-maligen deutschen Meister Volland geschlagen geben musste und einen guten 2.Platz bei den Super1600 nach Hause fuhr.

Fazit des durchaus gelungenen Wochenendes ist vor allem, das sich die Weiterentwicklungen an allen Fahrzeugen durchaus bezahlt machen. Alle Autos sind Sauschnell – auf geht’s nach Hell!!!
Dort findet schon in nicht einmal mehr zwei Wochen in der nähe von Trondheim/Norwegen der 4.Lauf zur FIA Rallycross Europameisterschaft statt. Finale und Punkte für alle ALL-INKL Piloten ist nun das klar anvisierte Ziel!


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